In seinem Urteil vom 9. Juli 2013 (II ZR 9/12) hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass ein Treuhandkommanditist, der auch eigene Anteile an der Gesellschaft hält, bei einer Verletzung der Aufklärungspflicht gegenüber den Anlagegesellschaftern wie ein Gründungsgesellschafter haftet. Ein Verschulden eines Verhandlungsgehilfen ist ihm nach § 278 BGB zuzurechnen.

Das Verfahren, das in den Vorinstanzen von Prof. Schindler geführt wurde, wird als Leitsatzentscheidung sowohl im Nachschlagewerk des BGH als auch in der Entscheidungssammlung BGHR veröffentlicht. Der BGH bestätigt die von Prof. Schindler gemeinsam mit dem Experten für Bankrecht Michael R. Moser  aus Bad Wörishofen entwickelte Begründung zur Haftung des Treuhandkommanditisten.